Wissensarbeit

Performante Wissensarbeit

Leistungsträger entwickeln - Arbeitsumfelder gestalten

Wissensarbeit von zunehmender Bedeutung

Im letzten Jahrzehnt ist „Knowledge Work“, die Wissensarbeit, in Abgrenzung zur „Task Work“ bzw. sachbearbeiterorientierten Tätigkeiten zum Gegenstand ökonomischer und politischer Forschung und unternehmerischer Gestaltungsarbeit geworden.
Wissensintensive und wissensgenerierende Arbeitsprozesse haben weiter zugenommen und werden als Schlüssel zum zukünftigen Erfolg unserer entwickelten Wirtschaft angesehen. Folgerichtig gelten Wissensarbeiter, ihre Erfahrungen und ihr Wissen als die wichtigste Ressource, über die viele Unternehmen heute verfügen.
Wissensarbeit stellt jedoch neue Anforderungen an die Arbeitsprozessorganisation, die Gestaltung der Arbeitsplätze und der Arbeitsumgebung sowie die Führung und Motivation von Mitarbeitern. Allerdings besteht sowohl in Bezug auf die zielgerichtete Gestaltung von Wissensarbeit als auch hinsichtlich der Bestimmung von Produktivität und Leistung von Wissensarbeit und Wissensarbeitern noch viel Nachholbedarf.

Gestalterische und führungsseitige Herausforderungen für die Unternehmen

Die Nutzung dieses Potenzials, das sich gerade in der Vernetzung mit anderen Wissensarbeitenden entfaltet, stellt für die Unternehmen eine der großen Herausforderungen der Zukunft dar. Entsprechend stellen Kommunikations- und Kollaborationsmöglichkeiten, der gezielte Zugriff auf Informationen und Wissen in Datenbanken, Intranets, aber auch in den Köpfen zentrale Herausforderungen dar. Arbeitsplatzbezogene Umfeldgestaltung muss das Wechselspiel zwischen konzentrierter Einzelarbeit und der kollaborativen Arbeit unterstützen.
Intelligente Arbeitszeit- und Arbeitsorganisationsmodelle und flexible Führung sind nötig, da angesichts der Knappheit hochqualifizierter Kräfte und des hochspezialisierten Wissen eine größere Notwendigkeit besteht, unterschiedlichste Menschen mit der Kompetenz zur Wissensarbeit zu integrieren und das akkumulierte Wissens auch dann zu halten, wenn sich Bedarfe und Arbeitsmöglichkeiten vor allem aufgrund der Lebenssituationen verändern. Diese Entwicklung gewinnt dadurch an Brisanz, dass in immer mehr wissensbasierten Aufgabenfeldern die Nachwuchskräfte inzwischen zu mindestens 50% weiblich sind.
Somit entstehen in Bezug auf die Rekrutierung und dann in Bezug auf die „In - Wert - Setzung“ dieser Wissensarbeiter neue Herausforderungen. Mit „In - Wert - Setzung“ ist letztlich das langfristig orientierte „Produktivsetzen“ dieser Mitarbeiter gemeint. Die besten Absolventen und Arbeitskräfte nutzen nichts, wenn Strukturen, Prozesse und Kultur des Unternehmens nicht in der Lage sind, ihre hier arbeitenden Wissensarbeiter auch zu engagierter Arbeitsleitung zu motivieren bzw. diese darin zu unterstützen. Das „Humankapital“ in den Köpfen benötigt eben auch das „Strukurkapital“ des Unternehmens.